Montag

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September 26

 

Unsere Arbeiten für Haus Nr. 13

Geschichte sichtbar machen


Haus 13 Luckau Works

Für die Präsentation von Haus Nr. 13 zur Luckauer Altstadtnacht für den LAGA-Verein haben wir uns nicht damit begnügt, ein historisches Gebäude einfach nur schön in Szene zu setzen. Unser Ziel war es, seine Geschichte so glaubwürdig wie möglich sichtbar zu machen – und dafür haben wir klassische Gestaltung, historische Recherche, 3D-Visualisierung, Video und künstliche Intelligenz gezielt miteinander verbunden.

Die Grundlage dafür war eine möglichst genaue Rekonstruktion. Wir haben historische Fotografien, Fassadendetails, alte Beschriftungen und architektonische Besonderheiten ausgewertet und uns mit der Geschichte des Hauses beschäftigt. Selbst kleine Details wurden bewusst recherchiert: die Kleidung der damaligen Zeit, Pferdekutschen, Materialien, Fenster, Schilder und historische Hinweise auf die damalige Nutzung des Gebäudes – bis hin zu den sichtbaren Beschriftungen der Erlanger Brauerei am Haus.

Uns war dabei wichtig, nichts nur deshalb zu erfinden, weil es gut aussieht.

Künstliche Intelligenz kam bei diesem Projekt deshalb nicht als Ersatz für Recherche oder Gestaltung zum Einsatz, sondern als Werkzeug, um recherchierte Inhalte visuell umzusetzen. Aus historischen Vorlagen, technischen Zeichnungen, Fotografien und rekonstruierten Details entstanden Bildwelten und bewegte Szenen, die sich so eng wie möglich am bekannten historischen Zustand von Haus Nr. 13 orientieren.

Gerade bei historischen Projekten sehen wir darin einen sinnvollen Einsatz von KI: nicht beliebige Vergangenheit zu erzeugen, sondern vorhandenes Wissen, dokumentierte Details und gestalterische Arbeit zusammenzuführen. Jede Szene wurde bewusst aufgebaut, überprüft und anschließend weiterbearbeitet. Die KI war dabei ein Teil des Produktionsprozesses – nicht dessen Ausgangspunkt.

So entstand unter anderem die historische Straßenszene mit einer Passantin in zeittypischer Kleidung, die Rekonstruktion des Hauses in verschiedenen Zuständen, technische und historische Architekturzeichnungen sowie die abschließende Szene mit einer Pferdekutsche. Auch hier galt: Atmosphäre ja – freie Erfindung möglichst nein.

Das fertige Video verbindet diese historischen Rekonstruktionen mit der restaurierten Gegenwart des Hauses und führt schließlich zur Altstadtnacht, bei der Haus Nr. 13 erstmals wieder in besonderer Atmosphäre erlebt werden konnte.

Die Resonanz hat uns besonders gefreut: Das Video wurde mittlerweile zigfach Mal in unterschiedlichsten Netzwerken aufgerufen und auch im begleitenden Bericht der Lausitzer Rundschau verlinkt.

Für uns war Haus Nr. 13 deshalb mehr als ein klassisches Video-Projekt. Es war ein Beispiel dafür, wie sich historische Recherche, Design, Film und neue Technologien sinnvoll ergänzen können – wenn sie bewusst, präzise und mit Respekt vor dem Original eingesetzt werden.

Künstliche Intelligenz kann Geschichte nicht ersetzen. Aber sie kann helfen, sie wieder sichtbar zu machen.


Unser Video-Teaser zu "Haus 13"

von mika
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